Die dunkle Jahreszeit hat begonnen und mit ihr die letzten Wochen des Jahres. Als vorletzter Monat des Jahres ist der November auch bekannt als Monat der Vergänglichkeit. Er steht für das Sterben und die Wiedergeburt. Die letzten Blätter fallen von den Bäumen ab. Die Natur zieht sich zurück in einen ruhigen Schlaf und hinterlässt eine triste Welt.

Wie kommt der November zu seinem Namen?
Der November wird dadurch auch als Windmond, Schlachtmond oder Trauermonat bezeichnet. Der Begriff Novem kommt aus dem Lateinischen und steht für die Zahl 9. Da zu früherer Zeit das Jahr noch mit dem März begann und der November dadurch an neunter Stelle der Monate stand, macht der Name also wirklich einen Sinn. Zur Zeit der Kelten gab es auch nur zwei Jahreszeiten und ab dem November begann für sie die Winterzeit.Wie beeinflusst uns der November?
In diesem ruhigen und grauen Monat besitzen wir viel Energie um Dinge loszulassen und Abschied zu nehmen. Emotional geht es uns dabei nicht immer gut und wir könnten unsere innere Verfassung als schwierig bezeichnen. Wir beschäftigen uns im November oft unbewusst mit all unseren Eindrücken vom Leben und auch so manches tief verborgene Geheimnis in uns kommt plötzlich wieder an die Oberfläche. Diese Phänomene wirken sich gleichzeitig wieder auf unsere Stimmung aus und zeigen uns die Schattenseite unseres eigenen Lebens und unserer Beziehungen.Häufig erleben wir im November ein Gefühl der Überforderung und der Verdrängung. Wir glauben die eigene Kontrolle und Handlungsfähigkeit zu verlieren und Machtlosigkeit sei unser stetiger Begleiter. Auch Verlustängste, Eifersucht und Unsicherheiten sind uns im November nicht fremd. Dieser Monat ist bekannt für trübe Gedanken und eine schwere Seele.
Ganz so verloren wie wir uns im November manchmal fühlen, sind wir dann aber doch nicht. Wir können der Melancholie entgegentreten, indem wir selbst gut auf uns achten. Sich selbst etwas Gutes tun, zum Beispiel indem man die Wohnung dekoriert, neue Raumdüfte probiert oder einfach mehr Zeit für Wellness und Entspannung einplant, kann bereits wahre Wunder helfen. Das Ziel des Monats ist es Harmonie und Frieden mit sich selbst zu schließen und sich mit all seinen Facetten zu akzeptieren.
Besondere Ereignisse
Wie bereits erwähnt können wir den November sehr gut nutzen um Ballast abzuwerfen und uns von alten Gewohnheiten zu lösen. Am geeignetsten ist die Nacht vom 6.-7.11. dafür. Sie wird auch als Dunkelmond bezeichnet. Man sagt, sie sei die dunkelste Nacht des Jahres, weswegen sich die Tore zu anderen Welten öffnen. Die Schleier zwischen den Welten werden durchlässiger und man bekommt neue Sichtweisen auf gewisse Dinge zugetragen.Am 11.11. beginnt offiziell um 11:11 Uhr auch wieder die Karnevalssaison. Damit bricht besonders in Köln die fünfte Jahreszeit an, die sich aber erst im neuen Jahr in ihrer vollen Pracht zeigen wird.

Auf den 24.11.19 fällt dieses Jahr der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt. An diesem Tag besuchen viele Menschen auch die Gräber von verstorbenen Verwandten oder Freunden. In meiner Heimat gibt es den Brauch, dass erst am Tag darauf die Weihnachtsdekoration angebracht und aufgehangen werden durfte. Tatsächlich halte ich mich bis heute daran.
In Amerika wird zudem am vierten Donnerstag des Novembers Thanksgiving gefeiert. Ursprünglich dankten die Amerikaner Gott für die diesjährige Ernte und all das, was er ihnen sonst noch schenkte. Am Tag darauf findet der sogenannte Black Friday statt, an dem viele Shops mit großzügigen Rabatten ihre Kunden zum Kaufen animieren wollen und man praktischerweise auch gleich die Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr kaufen könnte.


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